Hautarzt München Dr. Toussaint


Hautkrebs-Vorsorge

Was passiert bei einer Hautkrebsvorsorge?

Wenn Sie zur Hautkrebsvorsorge kommen, kontrollieren wir zunächst die Haut des ganzen Körpers mit einer speziellen Lupe, dem sogenannten "Dermatoskop". Mit diesem beurteilen wir die Feinstruktur von Pigmentveränderungen. Sollten hierbei bösartige Hautveränderungen entdeckt werden, können sie ambulant in unserer Praxis entfernt werden. Glücklicherweise ist das selten notwendig. Viel häufiger finden sich Veränderungen, die zum Untersuchungzeitpunkt nicht bösartig sind, aber ein gewisses Entartungrisiko aufweisen. Diese speichern wir in mikroskopischer Vergrösserung in einem Computerprogramm, das bei der nächsten Kontrolluntersuchung auffällige Veränderungen von Millimeterbruchteilen erkennen lässt.

Durch diese Methode lassen sich einerseits gefährliche Entwicklungen frühzeitig erkennen. Andererseits kann bei einer Nachuntersuchung manchmal auch Entwarnung gegeben werden, z.B. wenn ein durch mechanische Reizung veränderter Leberfleck wieder unauffällig geworden ist. Die verfeinerte mikroskopische Kontrolle hilft manche Operation zu vermeiden.

Natürlich achten wir bei der Hautkrebsvorsorge nicht nur auf Formen und Vorstufen des Schwarzen Hautkrebses. Seltener lebensbedrohlich, dafür umso häufiger sind die verschiedenen Formen des Weißen Hautkrebses. Sie gehen von den Oberhautzellen selbst aus. Zum Weißen Hautkrebs zählt man das Spinaliom oder Spindelzell-Karzinom, das Basaliom, zu den Vorstufen des weißen Hautkrebses den Morbus Bowen und die Aktinischen Keratosen. Auch diese sollten frühzeitig erkannt und behandelt werden, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Wie oft sollte eine Hautkrebsvorsorge durchgeführt werden?

Je nach Art und Zahl der Pigmentflecken sollten Hautkrebsvorsorgen ein- bis zweimal pro Jahr durchgeführt werden. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, regelmässig selbst die eigene Haut oder die des Partners/der Partnerin zu kontrollieren. Sollten Sie dabei ein neu entstandenes oder verändertes Pigmentmal entdecken, lassen Sie es durch Ihren Hautarzt/Ihre Hautärztin kontrollieren.

Wie können Sie selbst Hautkrebs erkennen?

Der Schwarze Hautkrebs - Das Melanom

Bei der Selbstuntersuchung sollten sie vor allem auf Pigmentveränderungen achten, die nach der sogenannten ABCD-Regel auffallen. Wenden Sie sich an einen Hautarzt, wenn ein Ihnen ein Pigmentmal mit den folgenden Eigenschaften auffällt:

  • Asymmetrie: Unregelmäßige Form
  • Begrenzung: Bogige oder ausgefranste Form mit Ausläufern oder Zacken
  • Colour: Verschiedene Farbtöne in einem Pigmentmal, Farbveränderungen in einem bestehenden Leberfleck
  • Durchmesser: größer als 5 mm, Grössenveränderung (Wachstum und Verkleinerung)

Das Basaliom

Basaliome sind oft glasige, manchmal gefärbte kleine Knötchen, vor allem in der Gesichtshaut. Am Körper treten sie meist als gerötete, manchmal etwas rauhe, flächige Rötungen auf. Sie wachsen langsam, aber stetig und können bei längerem Bestehen auch in tiefere Hautschichten, selten bis in den Knochen einwachsen. Dennoch gelten sie als "semi-maligne", d.h. nur teilweise bösartige Erkrankung, weil sie in der Regel keine Absiedlungen in entfernen Organen verursachen.

Das Spindelzellkarzinom - Das Spinaliom

Spinaliome entstehen meist auf dem Boden von Aktinischen Keratosen, d.h. chronisch rauen Hautstellen in sonnenexponierten Hautbereichen. Wenn eine dieser rauen Stellen plötzlich erhaben wird und schnell wächst, sollten Sie einen Hautarzt zur Kontrolle aufsuchen. Spinaliome sind weniger bösartig als der Schwarze Hautkrebs, treten aber viel häufiger auf. Werden Sie nicht frühzeitig entfernt, können auch Sie Tochtergeschwülste bilden und zum Tode führen.

Aktinische Keratosen und Morbus Bowen

Diese stellen sich meist als rauhe, gerötete Stellen in sonnenexponierten Hautarealen dar. Sie können einzeln oder zu mehreren vorhanden sein und oft über Jahre bestehen. Aktinsche Keratosen und der Morbus Bowen als solche metastasieren nicht. Bleiben Sie unbehandelt, können Sie sich jedoch zu den Spindelzellkarzinomen entwickeln.




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